Vorstellung und "Hallo" sagen...

Wieso, weshalb, warum ...
Alles was nirgend wo anders rein passt soll hier rein!
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Micky3008
Beiträge: 4
Registriert: Donnerstag 28. März 2024, 13:36

Vorstellung und "Hallo" sagen...

Beitrag von Micky3008 »

Wie im Betreff schon gesagt möchte ich "Hallo" sagen und mich kurz vorstellen. Ich bin die Alex (55) und wohne im Schwarzwald, genauer gesagt im Dreiländereck Schweiz, Frankreich, Deutschland.

Ich lese mich schon eine ganze Weile quer durch das Forum und versuche so viele Infos wie nur möglich "aufzusaugen". Mit töpfern habe ich mich bisher nur phasenweise beschäftigt, immer wieder mit langen Unterbrechungen da es meistens an der Zeit und den Gegebenheiten gefehlt hat. Es hat mir aber immer unheimlich Spaß gemacht mich kreativ zu beschäftigen und etwas zu erschaffen das ich in meinem Alltag nutzen kann oder was einfach nur dekorativ ist.

Für mich ist es ein wunderbares Hobby :love: und seit einiger Zeit auch eine tolle Therapie.
Nachdem ich mich doch etliche Jahre nicht mehr mit Ton und seinen vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten beschäftigt hatte kam ich im Rahmen einer (neurologischen) Reha wieder damit in Kontakt und durfte feststellen, dass es für mich eine der wenigen Möglichkeiten, bzw eines der Materialien, ist mit dem ich einigermaßen schmerzfrei arbeiten kann.
Aufgrund starker Nervenschädigungen habe ich unter anderem leider kaum mehr Gefühl in den Händen und auch mit der Kraft und Feinmotorik sieht es schlecht aus. :(
Kunstwerke werde ich also keine hinbekommen und filigrane Arbeiten sind auch eher unwahrscheinlich, das Bearbeiten des Tons tut mir aber gut und es ist gleichzeitig eine Art Therapie um die Beweglichkeit und Kraft in meinen Fingern/Händen zu erhalten. Gleichzeitig kann ich dabei auch zur Ruhe kommen und mal Abstand gewinnen zu den Beschwerden, Schmerzen und Einschränkungen die meine Erkrankungen mit sich bringen.
An der Drehscheibe kann ich nicht arbeiten da ich, wie gesagt, so gut wie kein Gefühl in den Händen habe und es nicht im Griff habe wieviel Druck ich z. B. ausübe. Zumindest sind meine bisherigen Versuche damit immer gescheitert. Ich habe zwar gedacht, dass ich das evtl über Hinschauen und genaues Beobachten hinbekomme aber im Gegensatz zum Laufen (habe auch kein Gefühl in den Füßen und solange ich genau aufpasse wo ich laufe klappt es eigentlich ganz gut) reicht das nicht.
Freies Arbeiten und modellieren ist aber machbar, evtl hat ja auch jemand von den Profis hier einen Tipp :!: wie es auch anders möglich ist.
Ich bin auf jeden Fall unheimlich froh auf dieses Forum gestoßen zu sein und ich habe hier schon viele tolle Infos und Wissen :daumen: aufschnappen können. Vieles ist, ehrlich gesagt, unbekanntes Terrain für mich und oft raucht mir der Kopf vor lauter Informationen und neuem Wissen das hier vermittelt wird, aber ich hoffe, das ich nicht allzu sehr nerve wenn ich mal eine Frage habe.
So, jetzt ist meine Vorstellung doch etwas länger ausgefallen als ursprünglich vorgesehen. Merci an alle die bis zum Schluss durchgehalten haben.
LG Alex.
Maria Ortiz Gil
Beiträge: 1024
Registriert: Dienstag 1. März 2016, 13:14

Re: Vorstellung und "Hallo" sagen...

Beitrag von Maria Ortiz Gil »

Hallo Alex,

willkommen im Forum und schön, dass dir der Umgang mit Ton gut tut!
Allerdings ist es auch für "uns Profis" schwierig, dir von Weitem einen konkreten Rat zu geben, da man dafür vor Ort sein müsste um deine Möglichkeiten einschätzen zu können.

Aber du sagst ja, dass dir das freie Arbeiten gut gefällt! Ich empfehle dir dem zu folgen und wenn möglich, alle Vorstellungen von brauchbaren Gegenständen erst mal fallen zu lassen. Schau was du mit den Händen - und wie du schon sagst - auch im Zusammenspiel mit den Augen am Ton bewirken kannst, mit oder ohne Werkzeuge, und wohin dich das führt. Übrigens wäre das für andere Menschen, die keine krankheitsbedingten Probleme haben, sowieso der richtige Weg sich dem Ton zu nähern. Ich habe bei den vielen Kursen, die ich gegeben habe, oft erlebt, dass Menschen ohne jede scheinbare Einschränkung auch nicht fühlen konnten, wie viel Druck sie mit den Fingerspitzen verursachen, das muss also gar nicht mal mit deiner Krankheit zu tun haben und du kannst die Empfindung nach und nach möglicherweise verbessern. So viel ich weiß ist es so, dass durch haptische Eindrücke auch neue Verbindungen im Gehirn hergestellt werden. Ein Ergotherapeut wird dir da einiges dazu erklären können.

Die Vorstellung, von vorn herein gleich brauchbares Geschirr machen zu wollen, bevor man überhaupt das Material auch neurologisch kennen gelernt hat, ist zwar allgemein verbreitet, aber meiner Meinung nach der schwierigere Weg und oft mit viel Frust verbunden. So bald der Ton offen auf dem Tisch liegt, verändert er kontinuierlich seine Konsistenz, da er Feuchtigkeit an die Luft abgibt. Die jeweils aktuelle Konsistenz ermöglicht entsprechende Ergebnisse und es hat keinen Sinn, mit der falsch gewählten Konsistenz, also Feuchtigkeits/Trockenheits-Grad etwas machen zu wollen, was dazu nicht passt. Das für sich heraus zu finden ist so zu sagen der Grundstock für erfolgreichen Umgang mit Ton.
Erst ist er matschig weich und klebrig, dass er an den Fingern kleben bleibt,
dann schön bildsam,
dann so, dass er beim Verbiegen leicht bricht,
dann so angehärtet, dass man ihn schnitzen kann, (was, wie ich finde, sehr viel Spaß machen kann),
und am Ende so trocken, dass man ihn nur mit harten Werkzeugen (Achtung, diese werden schnell davon stumpf) und Schleifpapier bearbeiten kann.
Vielleicht probierst du mal einige Ei-große Stücke offen auf dem Tisch aus zu legen, die du jeweils eine Stunde später versuchst zu bearbeiten. Dabei merkt man sehr schnell, was geht und was nicht.


Auch muss man nicht alles brennen was man produziert hat. Ich habe dich so verstanden, dass überhaupt das Anfassen des Tons sehr angenehm ist. Das verstehe ich, denn Ton ist dafür wunderbar geeignet, da er ja auch auf ganz leichte Berührung schon reagiert, und sei es nur, dass man schon die Fingerabdrücke darauf erkennt (wenn er sehr weich ist).
Ich empfehle dir, Tassen und Schalen und ähnliches erst mal zu vergessen und statt dessen Objekte und kleine Figuren zu machen, egal wie die nachher aussehen, egal, ob die hohl oder zu dick sind, und gebrannt werden können, einfach nur um die Erfahrung mit dem Ton zu machen und damit eine angenehme Zeit zu verbringen. Wenn du dich dann eine Weile damit beschäftigt hast, wirst du sehen, was du davon für den Ofen machen kannst. Da du sagst, dass du schon viel im Forum gelesen hast, sind dir die Grundvoraussetzungen fürs Brennen sicher bekannt.
Ansonsten empfehle ich dir unter den Schlagworten: Lufteinschlüsse und Kristallwasser nach zu schlagen.
Aber eigentlich geht es doch um das Erlebnis des Machens. Vergiss erst mal das Endprodukt.
Das wäre mein Tipp, als Profi, die sich fast zwanzig Jahre mit Kursen über Wasser gehalten hat.

Schönen Gruß und viel Freude!
Maria
Elna
Beiträge: 18
Registriert: Sonntag 8. November 2015, 09:36

Re: Vorstellung und "Hallo" sagen...

Beitrag von Elna »

Hallo Alex,

bei mir wurde vor etwas mehr als 10 Jahren eine Neuropathie an beiden Armen und Händen festgestellt. Das wirkt sich bei mir ähnlich wie bei dir aus, keine Kraft in den Armen und Händen, Streckung aller Finger nicht mehr möglich, Faust machen geht noch einigermaßen, ermüdend aber schnell, genauso wie die Armmuskulatur. Das Gefühl ist aber zum Glück noch ganz gut, Schmerzen habe ich nur in den Schultern.
Ich töpfere seit 8 Jahren, fast ausschließlich an der Scheibe. Im Laufe der Jahre habe ich für mich begriffen, dass ich mit solch einer Behinderung meinen eigenen Weg finden muss. Man findet ganz viele tolle Videos im Netz, wo mehr oder weniger gut gezeigt wird, wie man "richtig" dreht. Es gibt sicherlich auch traditionelle Griffe, mit denen es gut klappt, wenn man sie beherrscht. Wenn die eigenen Hände da aber nicht mitmachen wollen, kann man entweder aufgeben oder man findet eigene Wege, um ans Ziel zu kommen. Das merkst du sicher auch im Alltag, wir haben teilweise andere Wege ans Ziel zu kommen als diejenigen, deren Nerven wunderbar funktionieren. Ich für meinen Teil drehe alles mit Fäusten, ob Teller, Blumenvase oder Trinkbecher.
Allerdings musste auch ich jahrelang dafür üben. Ich hatte aber Spaß dabei, sonst hätte ich sicher schon früher damit aufgehört.
Ich finde, dass Maria das wunderbar geschrieben hat. Mach da, was dir Spaß macht, was dir ein gutes Gefühl gibt. Und lass dir von keinem einreden, dass du das wegen deiner Behinderung nicht kannst. Finde einfach deinen eigenen Weg und ich bin mir sicher, dass man deinen Stücken deine Freunde am Umgang mit Ton auch ansehen wird.

Herzliche Grüße,
Elna
Micky3008
Beiträge: 4
Registriert: Donnerstag 28. März 2024, 13:36

Re: Vorstellung und "Hallo" sagen...

Beitrag von Micky3008 »

💗lichen Dank @Maria Ortiz Gil und @Elna für eure netten und sehr hilfreichen und auch aufbauenden Beiträge! Ich kann daraus schon sehr viel für mich mitnehmen das mir bei meiner weiteren Annäherung an das Material und den Umgang damit hilft.
Alleine schon andere Herangehensweisen aufgezeigt zu bekommen ist toll, ohne große Möglichkeiten sich mit anderen darüber auszutauschen oder mal einen Kurs zu besuchen, Stoß ich doch manches mal an meine (gefühlten) Grenzen.
Eure Tipps ermutigen mich das auch mal anders anzugehen und mich da nicht selbst in meinen Möglichkeiten einzuschränken.
Ich schaffe mir gerade nach und nach diverses Zubehör an und habe auch einen, zwar gebrauchten, aber sehr gut erhaltenen Brennofen (Nabertherm Ho 70) erwerben können so dass ich zuhause nach Lust und Laune "herumexperimentieren" kann.
Ich benötige nur noch eine Bedienungsanleitung für den Brennofen, habe da auch schon im Forum gesehen, dass Andere da auch schon auf der Suche waren und werde mich demnächst mit Ihnen in Verbindung setzen, evtl kann ich diese ja von jemandem bekommen.
Nochmals "Danke" für das nette Willkommen und die Hilfe!
Ich wünsche allen schöne Ostern und eine erfolgreiche Eier- und Schokohasensuche! 🐇🐣🐰🥚
LG Alex.
Maria Ortiz Gil
Beiträge: 1024
Registriert: Dienstag 1. März 2016, 13:14

Re: Vorstellung und "Hallo" sagen...

Beitrag von Maria Ortiz Gil »

Hallo Alex,

Bis dir jemand die passende Anleitung für deinen Ofen schickt, hier erst mal etwas zur Orientierung:

https://kalkspatzforum.de/viewtopic.php?p=34998#p34998

Die Anleitung kannst du beim Forums-Mitglied Daniel Klause, info@brennofen-reparatur.de anfragen

Bedenke, dass die Dämpfe, die beim Brennen aus dem Ofen austreten, SEHR GESUNDHEITSCHÄDLICH sind und du dich deshalb während des Brandes nicht länger im Raum aufhalten solltest. Dieser sollte möglichst gut belüftet sein. Zu dem Thema kannst du hier im Form einiges unter den Stichworten Ofendämpfe, Ofen Standort und Abluftanlage finden. Eine solche ist nicht nötig, wenn der Ofen separat in einem Raum steht, zu dem man die Tür schließen und ein darin Fenster öffnen kann.

Viel Spaß!
Maria
Micky3008
Beiträge: 4
Registriert: Donnerstag 28. März 2024, 13:36

Re: Vorstellung und "Hallo" sagen...

Beitrag von Micky3008 »

Vielen Dank, Maria, für den Link und den Hinweis an den ich mich wegen der Anleitung wenden kann!

Wegen dem Standort für den Brennofen habe ich mir, ehrlich gesagt, schon ziemlich den Kopf zerbrochen. Grundproblem ist, dass unser Haus ein fast 300 Jahre altes Fachwerkhaus ist das unter Denkmalschutz steht. Ich hätte zwar den Platz und auch einen geeigneten Raum um den Ofen aufzustellen aber dem Alter des Hauses entsprechend sind die Raumhöhen um einiges niedriger als die heutigen und dazu kommen dann noch die verwendeten Baumaterialien (Holz, Stroh-Lehm-Gemisch usw). All das macht es ziemlich schwierig, war schon ein Problem einen Kaminofen genehmigt zu bekommen, beim Brennofen sehe ich da gar keine Chance ihn im Haus aufstellen zu dürfen. ☹

Glücklicherweise haben wir aber einen sehr großen, überdachten Freisitz beim Haus dabei, auch ein recht großer Anbau (Schuppen) ist direkt anschließend vorhanden wo ich den Ofen trocken und frostsicher unterbringen kann. In diesem würde ich den Ofen bei Nichtgebrauch unterbringen und den Brennvorgang dann unter dem gut belüfteten Freisitz durchführen.
Die Rückwand des Freisitzes besteht aus einer massiven Steinmauer und auch der Untergrund ist aus Stein, ansonsten habe ich einen sehr viel höheren Abstand zur Decke als im Haus, insgesamt günstigere Aufstellbedingungen also.

Ich hoffe zumindest, dass das so passt....
hille
Beiträge: 1198
Registriert: Donnerstag 24. August 2006, 10:29

Re: Vorstellung und "Hallo" sagen...

Beitrag von hille »

Hallo, wenn du von "Genehmigung" für den Ofen schreibst, ist das Haus nur gemietet? Denn man braucht für einen Elektro-Brennofen keine Genehmigung. Wenn das ein 70l Ofen ist, wie ich aus der Typenbezeichnung schließe, dann ist er ja nicht so groß, da ist es kein Problem, die erforderlichen Abstände zu Wänden und Decke einzuhalten.
Micky3008
Beiträge: 4
Registriert: Donnerstag 28. März 2024, 13:36

Re: Vorstellung und "Hallo" sagen...

Beitrag von Micky3008 »

Guten Abend, @Hille , und "Entschuldigung", dass ich mich erst jetzt melde. War etwas stressig die letzten Tage/Wochen und ich komme irgendwie nicht hinterher mit allem was zu erledigen ist.
Naja, manchmal bin ich auch etwas zu unorganisiert und ab und zu hat dann der innere Schweinehund die Oberhand. :? :roll:

Wir wohnen übrigens im Eigenheim und das mit der Genehmigung (oder nicht) habe ich jetzt mal bei unserem zuständigen Bezirksschornsteinfeger angesprochen. War mir, nach den Erfahrungen und dem "Drama" das wir nur schon beim Aufstellen des Kaminofens hatten, einfach zu unsicher ob er uns da nicht dazwischenfunkt.
Was wir damals an zusätzlichen Absicherungen (doppelwandige Abluftrohre, zusätzliches Schutzblech zwischen den Rohren und der Decke usw) machen mussten damit er uns den Kaminofen genehmigt waren echt heftig.

Den ursprünglich angedachten Platz für den Brennofen im Keller hat er als nicht geeignet angesehen und nach einigem hin und her, umräumen und umstellen hat sich dann doch noch ein anderer Platz gefunden der seine Zustimmung erhalten hat.
Ich werde es aber jetzt zukünftig trotzdem so machen, dass ich zum Brennen den Ofen (habe ihn auf einem stabilen Metall-Rollbrett stehen) aus dem Keller raushole und dann im Freien brenne. Ich habe direkt beim Haus/Kellerausgang einen überdachten, trockenen und wettergeschützten Platz und muss mir dann keine Gedanken wegen den Dämpfen/der Entlüftung machen. Auch besteht so mehr als ausreichend Abstand zu allem was möglicherweise leicht brennbar ist.

Bin vielleicht etwas übervorsichtig was das Ganze angeht aber wir hatten schon so oft Probleme und zusätzlichen (auch finanziellen) Aufwand mit Versicherungen, Behörden usw wegen dem Denkmalschutz, da gehe ich lieber auf Nummer sicher.

Neben dem etwas nervigen Hin und Her gab es aber auch sehr Erfreuliches, ich habe tatsächlich, nach langem Suchen, ein Kursangebot in der Nähe gefunden. Ein Angebot der VHS, insgesamt 10 Einheiten zu 3 Stunden, durchgeführt von einer Keramikerin aus der Region. Ende des Monats geht es los und ich freue mich schon unheimlich darauf.
Mit den Tipps die ich hier bisher bekommen habe habe ich schon ziemlich viel das ich gerne umsetzen und anwenden möchte, es wird bestimmt ganz toll. :wohow: :P
hille
Beiträge: 1198
Registriert: Donnerstag 24. August 2006, 10:29

Re: Vorstellung und "Hallo" sagen...

Beitrag von hille »

Hi, schön, dass du eine Lösung gefunden hast, mit der du zufrieden bist! Und natürlich ist es sehr wichtig, dass es sowohl wegen der Dämpfe als auch wegen der Brandgefahr keine Bedenken gibt.

Aber der Schornsteinfeger hat sich da etwas angemaßt, wofür er nicht zuständig ist. Elektrobrennöfen gehen den genauso wenig etwas an, wie ein elektrischer Küchenherd. Der hätte sagen können, schön, dass Sie mich fragen, ich berate Sie gerne. Aber mehr auch nicht.

Ansonsten - viel Vergnügen!!! :)
Maria Ortiz Gil
Beiträge: 1024
Registriert: Dienstag 1. März 2016, 13:14

Re: Vorstellung und "Hallo" sagen...

Beitrag von Maria Ortiz Gil »

Hallo Alex,

Auch ich beglückwünsche dich zu einer Lösung, mit der du dich wohl fühlst, und dass du auch noch einen Kurs gefunden hast!
Was den Schornsteinfeger betrifft, empfehle ich schon immer von vornherein den gar nicht erst zu fragen.
Meine Erfahrung ist, dass allein schon das Wort BRENNofen, Leute die nichts damit zu tun haben sehr aufschreckt, und Schornsteinfeger haben sowieso immer große Lust Auflagen zu machen,
das verleiht ihrer Machtstellung noch extra Wichtigkeit

Wenn jetzt auch noch Hille meint, dass das eigentlich gar nicht sein Kompetenzgebiet ist, und falls Hille sich nicht täuscht, dann wäre meine Empfehlung den Schornsteinfeger gar nicht zu fragen sogar rechtlich abgedeckt. Das schreibe ich aber jetzt unter gewissem Vorbehalt.

Das soll aber nicht bedeuten, dass ich nicht einen großen Respekt vor Feuer und großer Hitze hätte. Damit ist nicht zu spaßen und selbstverständlich ist der Betrieb eines Brennofens trotzdem mit Verantwortung verbunden.

Für alle anderen die das lesen: Abgesehen von alldem was wir schon besprochen haben wegen der Dämpfe, sollte nichts brennbares nahe am Ofen stehen (halber Meter) und es sollte niemals irgendetwas brennbares drauf gelegt werden, auch wenn er kalt ist, einfach nur damit man sich das nicht erst angewöhnt und es im entscheidenden Moment dann doch problematisch wird.Ich habe einmal eine nasse Schürze an einen Ofen gehängt der gerade abkühlte, die war nachher verschmort.

Schönen Gruß
Maria
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Tongrube
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Schornsteinfeger und Keramikbrennöfen

Beitrag von Tongrube »

Och Leute,

doch bitte nicht zum Fürsten gehen, wenn man nicht gerufen wird: Schornsteinfeger sind für Feuerstätten zuständig. Feuerstätten sind bauliche und ortsfeste – aus Baustoffen oder Bauteilen hergestellte – Anlagen, in denen durch Verbrennung fester, flüssiger oder gasförmiger Stoffe Wärme erzeugt wird. Details sind Ländersache, ein Blick ins Gesetz (oder die Verordnung) erleichtert die Rechtsfindung... .

Ein elektrisch betriebener Keramikbrennofen ist also keine Feuerstätte, denn in ihm wird nichts verbrannt. Ist er mobil, schon dreimal nicht. Einem (Bezirks-)Schornsteinfeger, der sich anmaßt, da irgendwelche Vorgaben zu machen, gehört auf die Finger gehauen.

Wie Hille schon vollkommen richtig bemerkt hat, lasse ich den auch weder meinen Küchenherd noch meine mobile Heizung (Heizlüfter, etc.) kontrollieren. Und zwar auch dann nicht, wenn es sich um gas- oder petroleumbetriebene Geräte handelt.
Und auch bei einer Wärmepumpenheizung ist er raus. Da wird nämlich, genau wie beim elektrischen Keramikbrennofen, nichts verbrannt.

Bei Gas- oder Holzbrandöfen wird es spitzfindiger. Stehen diese außerhalb der Wohnung, hat der Kollege in Schwarz m.E. auch da keine Aktien drin. Das kann aber je nach Bundesland unterschiedlich geregelt und vom Einzelfall abhängig sein.

Schöne Grüße

Tongrube
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